Digital Cinema Initiative und Digital Rights Management

erschienen in FKT, 60. Jg., Nr. 4 (2006), S. 179-184.

03/2006: Robert A. Gehring

Publikationstyp: Ausarbeitung
Publikationssprache: Deutsch
Kategorie(n): IT-Sicherheit, Geistiges Eigentum


Kurzzusammenfassung

Der Übergang zum digitalen Kino bedeutet den größten Umbruch in der Filmbranche seit Einführung des Tonfilms durch Warner Brothers vor 80 Jahren. Die Ablösung des 35-mm-Films durch digitale Dateien stellt Technikanbieter, Filmproduzenten, Verleiher, Kinos und alle anderen Mitglieder der Verwertungskette vor neue Herausforderungen: Standards müssen entwickelt und etabliert werden, Kostenstrukturen verschieben sich, und hohe Anfangsinvestitionen wollen amortisiert werden. Zugleich stellen die Aufrüstung des Heimkinos und illegale Vertriebsstrukturen die Rentabilität bestehender Verwertungsmodelle in Frage. Mit der durchgängigen Digitalisierung des Kinos und der Integration von digitalem Rechtemanagement (DRM) will die von den großen Hollywoodstudios getragene Digital Cinema Initiative (DCI) eine universelle Antwort auf die Frage nach der Zukunft des Kinos geben. Ob ihr das gelungen ist, welche Konzepte zum Einsatz kommen, und welche Vor- oder Nachteile damit verbunden sind, diskutiert der folgende Beitrag.