Die Rolle der Informatik bei der konstitutionellen Grundlegung der Lex Informatica

Positionspapier zur Tagung "Informatik: Aufregung zu einer Disziplin. Praktiken, Begründungen, Orientierungen" in Heppenheim, 6.-8. April 2001

08/2001: Kei Ishii

Publikationstyp: Aufsatz
Publikationssprache: Deutsch
Kategorie(n): Verschiedenes


Kurzzusammenfassung

Produkte wie auch Werkzeuge und Wissen der Informatik haben gegenwärtig eine hohe Verbreitung nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch bei Menschen und Gruppen außerhalb von Organisationen. Das Internet wiederum läßt diese Menschen, Gruppen und Organisationen einfacher und in neuen Formen miteinander kommunizieren und Wissen, Werkzeuge und Produkte der Informatik miteinander austauschen und weiterentwickeln.

Dies führt auch zu vielfältigen Konfliktfällen, sei es in 'rechtlichen Bereichen' des Datenschutz, von Urheber- und Patentstreitigkeiten oder von "illegalen und gefährdenden Inhalten", sei es in der Kontroverse um Open Source Software oder der Lizenzierung informatischen Handelns. Allen Beteiligten und Verantwortlichen ist klar, daß prinzipielle gesellschaftliche Weichenstellungen zur Lösung dieser Konflikte erforderlich sind; die wissenschaftliche Auseinandersetzung wird unter dem Begriff der "Internet Governance" zusammengefaßt.

Erste Erkenntnisse der Internet-Governance-Diskussion lassen erkennen, daß der Informatik eine wichtige Rolle zukommen müßte, die über die ingenieursmäßige Gestaltung kommerzieller Systeme hinaus geht.

(Publiziert im Bericht 235 des Fachbereichs Informatik, Universität Hamburg (Oktober 2001), S. 54-56.)